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Chocolate Duchesse Cherry

Hersteller:  Brouwerij Verhaeghe

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Mit dem Chocolate Duchesse Cherry hat die Brouwerij Verhaeghe aus dem westflämischen Vichte ein Bier geschaffen, das sich deutlich von herkömmlichen Fruchtbieren abhebt. Es ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus frischer Sauerkirsche, edler Schokolade und der charakteristischen Säure eines gereiften Flanders Red Ales – ein echtes Dessertbier für Kenner.

Die Grundlage bildet das bekannte Duchesse de Bourgogne, ein komplexes, in Eichenholzfässern gereiftes Sauerbier. Nach einer Reifezeit von etwa 18 Monaten wird diesem Basisbier eine großzügige Menge belgischer Sauerkirschen (Kriek Gorsem) zugesetzt – etwa 20 Kilogramm pro 100 Liter. Die Kirschen fermentieren gemeinsam mit dem Bier für weitere sechs Monate und verleihen ihm dabei Fruchtigkeit, Frische und eine elegante Säure. Doch damit nicht genug: Kurz vor der Abfüllung wird dem Bier ein natürliches Schokoladendestillat hinzugefügt, das sich harmonisch in das Geschmacksbild einfügt, ohne künstlich oder überladen zu wirken. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich vielschichtiges Bier, das durch Natürlichkeit, Handwerk und Geduld besticht – ganz ohne künstliche Aromen oder Süßstoffe.

Bereits optisch begeistert das Chocolate Duchesse Cherry mit tiefem Rubinrot und einem feinporigen, leicht rosafarbenen Schaum. In der Nase entfaltet sich ein verführerisches Bouquet aus reifen Sauerkirschen, zarter Vanille, dunkler Schokolade und einem Hauch Toffee. Es riecht ein wenig wie ein flüssiger Schwarzwälder Kirschkuchen – nur viel raffinierter.

Im Geschmack zeigt sich das Bier erstaunlich ausgewogen: Fruchtige Süße trifft auf eine prickelnde Kirschsäure, die an Kirschessig oder Cidre erinnert, ohne dabei zu scharf zu wirken. Die malzigen Untertöne bringen eine cremige Weichheit, während das Schokoladenaroma sich zurückhaltend, aber deutlich zeigt – eher wie ein Hauch von Kakao oder Stracciatella als eine opulente Süßspeise. Im Abgang bleibt das Bier trocken, leicht herb und angenehm erfrischend – ein Kunststück bei einem derart aromatischen Bier.

Mit 6,8?% Alkohol liegt es im angenehmen Mittelfeld und eignet sich sowohl als Digestif als auch als Begleiter zu süßen Speisen. Besonders gut passt es zu Schokoladendesserts, Kirsch-Clafoutis oder einem Stück dunkler Schokoladentorte. Auch gereifter Blauschimmelkäse oder ein klassischer Cheesecake mit Beerenspiegel harmonieren wunderbar mit der bittersüßen Aromatik.

Das Chocolate Duchesse Cherry ist kein Bier für den schnellen Durst, sondern für besondere Momente. Es lädt dazu ein, langsam getrunken und in Ruhe entdeckt zu werden – mit jedem Schluck offenbart es neue Nuancen und Details. In Verkostungen und auf Bewertungsplattformen wird es regelmäßig hochgelobt: Besonders die Balance aus Säure, Frucht und Schokolade wird als gelungen, eigenständig und überraschend komplex hervorgehoben.

Wer das klassische Duchesse de Bourgogne mag und gerne Neues probiert, wird im Chocolate Duchesse Cherry einen intensiven, eleganten und gleichzeitig verspielten Verwandten entdecken. Es ist ein Bier, das aus der Masse herausragt – nicht laut, sondern durch Raffinesse. Für Liebhaber außergewöhnlicher Biere ein absoluter Geheimtipp.



BrauArt britische Biere GmbH
Emmastraße 25
40227 Düsseldorf
Großhandelsanfragen an:
office@brauart-duesseldorf.de


Biereigenschaften
Alkohol 6,8% Alkohol
Bierstil Chocolate Cherry Ale
Herkunft Azegem, Belgien
Hersteller Brouwerij Verhaeghe
Serviertemperatur 8-12°C
Geschmack Kirschessig, Cidre, Schokolade, Kakao
Zutaten Wasser, GERSTENMALZ, WEIZEN, Kirschen, Hopfen, Hefe, Zucker, natürliches Schokoladenaroma.
Malz / Getreide
Gerstenmalz Weizen
Allergene

Glutenhaltiges Getreide

Keine Spezifikationen verfügbar.

Biere aus Südwestflandern


Die Brauerei wurde von Adolphe und Paul Verhaeghe als Brauerei-Mälzerei gegründet. In der Vorkriegszeit erlebte die Brauerei eine rege Tätigkeit. Die Verkaufsaktivitäten der damals üblichen Brauereien beschränkten sich meist auf die umliegende Region oder in einigen Fällen sogar nur auf die Dorfebene. So gesehen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die „Verhaeghe Vichte Brewery“ damals exportierte, wenn auch nur regional. Das Polkes tonnenbier“, wie die Biere des Brauereigründers Paul Verhaeghe im Volksmund genannt wurden, wurde nämlich für seine große Klarheit auch nach dem Transport gelobt: eine Qualität, die die Brüsseler Kunden zu schätzen wussten. Aufgrund der damals unzureichenden Straßeninfrastruktur und der begrenzten Transportmöglichkeiten, die in vielen Fällen nur mit Pferd und Wagen bewältigt werden konnten, war Brüssel weit von Vichte entfernt.

Durch die Lage der Brauerei in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnlinie nach Brüssel war Brüssel für Vichte erreichbar und die Brauerei konnte sich dort einen nicht unbedeutenden Kundenstamm aufbauen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Brauereiindustrie in Schwung. Der Biertyp Pilsener, ein untergäriges Bier, schaffte den endgültigen Durchbruch auf dem belgischen Markt. Dieser Durchbruch läutete das Ende für viele Brauereien ein, die bis dahin nur obergärige Biere gebraut hatten. Die Kombination aus technologischem Fortschritt in der Branche, Geschmacksveränderung, höherem Lebensstandard, Verbesserung der Straßeninfrastruktur und immer größerer Mobilität brachte die Brauindustrie in die Phase des Massenkonsums. Einige Brauereien mit nationaler Markenbekanntheit erlebten in dieser Zeit ihren größten Aufstieg. Die „Brouwerij Verhaeghe-Vichte“ passte sich der neuen Situation an, blieb aber regional gebunden. 

Die „Brouwerij Verhaeghe-Vichte“, die bereits seit einiger Zeit Lagerbier braut, achtete besonders darauf, die Qualität ihrer bestehenden Biere zu verbessern und höherwertige Biere zu kreieren. An Nominierungen bei internationalen Wettbewerben mangelte es nicht: Die Brauerei Verhaeghe-Vichte erhielt für ihre Biere „Vichtenaar“ und „Echt Kriekenbier“ die ersten Preise. Auch heute noch wird die Brauerei von den Verbrauchern in ihrer damaligen Entscheidung für etwas weniger, aber besseres Bier bestätigt. Nicht nur in Belgien, sondern auch im Ausland schätzen die Verbraucher zunehmend Qualitätsbiere mit einem persönlichen und klar erkennbaren Geschmack. Der Aufstieg des gemischt vergorenen Biers „Duchesse de Bourgogne“, eines rubinroten flämischen Red Brown Ale, das in Eichenfässern gereift ist und nach einer traditionellen, für Südwestflandern typischen Brauart gebraut wird, ist der lebende Beweis dafür.