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Duchesse De Bourgogne

Hersteller:  Brouwerij Verhaeghe

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Wer in die Welt der belgischen Bierkultur eintaucht, begegnet früher oder später einem Bier, das so sehr aus dem Rahmen fällt, dass es fast schon königlich wirkt: Duchesse de Bourgogne. Dieses edle, rubinrote Bier aus der traditionsreichen Brouwerij Verhaeghe in Westflandern ist eine Hommage an die große Maria von Burgund – und ein Paradebeispiel für den fast vergessenen, aber ungemein faszinierenden Bierstil der flämischen Rotbiere (Flanders Red Ale).

Mit seiner süß-sauren Aromatik, seinen fruchtigen Holznoten und seiner eleganten Säure ist das Duchesse de Bourgogne kein Bier für den schnellen Durst – sondern ein Charakterbier, das Weinfreunde ebenso begeistert wie erfahrene Bierliebhaber.

Benannt ist das Bier nach Maria von Burgund (1457–1482), einer historischen Figur von großer Bedeutung für die Region. Die Tochter von Karl dem Kühnen war eine kunstsinnige und kluge Regentin, die den flämischen Adel und das Kulturerbe entscheidend prägte. So wie sie als Brücke zwischen Mittelalter und Renaissance gilt, schlägt das Duchesse de Bourgogne die Brücke zwischen Bier und Wein, Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Genuss. Die Brauerei Verhaeghe, gegründet im Jahr 1885 in Vichte, hat sich auf traditionelle flämische Bierspezialitäten spezialisiert – und mit der „Duchesse“ ihr Flaggschiff erschaffen.

Schon die Farbe macht deutlich: Hier kommt kein gewöhnliches Bier ins Glas. Das Duchesse de Bourgogne präsentiert sich in einem tiefen Rubinrot bis Mahagonibraun mit einem feinen, cremefarbenen Schaum. Das Bouquet ist sofort präsent und einzigartig: Reife Kirschen, schwarze Johannisbeeren, Balsamico-Essig, Holzfass, Vanille und ein Hauch Eichenholz steigen in die Nase. Es erinnert mehr an einen edelsauren Rotwein oder an alte Sherry-Qualitäten als an klassische Bierstile.

Das Besondere am Duchesse de Bourgogne ist seine Vermählung von Süße und Säure, die durch eine aufwendige Reifungstechnik entsteht. Nach der ersten Gärung in Edelstahltanks folgt eine lange Reifung in Eichenholzfässern, teilweise über 18 Monate. Dabei entsteht eine Mischung aus jungem Bier und gereiftem Bier, die verschnitten wird, um die perfekte Balance zu erreichen.

Der Antrunk ist samtig weich, sofort fruchtig-säuerlich mit Noten von Sauerkirschen, roten Beeren und ein wenig Apfelmost. Es folgt eine elegante Holznote, begleitet von einem Hauch Vanille und dunklem Karamell. Trotz der nur 6,2?% Vol. Alkohol wirkt das Bier vollmundig und üppig. Die Kohlensäure ist fein und dezent, was die cremige Textur unterstützt. Der Abgang ist frisch, leicht trocken und angenehm herb-säuerlich – ein Erlebnis für den Gaumen.

Brouwerij Verhaeghe beweist mit der „Duchesse“, dass Tradition nicht Stillstand bedeutet, sondern bewusstes Bewahren einer lebendigen Kultur. In einer Bierwelt, die oft auf Hopfenbomben und Massentrends setzt, bleibt das Duchesse de Bourgogne ein eleganter Kontrapunkt – vielschichtig, ausdrucksstark, unverwechselbar.

Duchesse de Bourgogne ist ein Bier wie seine Namensgeberin: kultiviert, eigenständig, charmant und unvergesslich. Es ist ein Klassiker des Flanders Red Ale, aber alles andere als gewöhnlich. Ein Bier für Genießer, für Sammler besonderer Geschmackserlebnisse und für alle, die sich auf eine außergewöhnliche Reise einlassen wollen.



BrauArt britische Biere GmbH
Emmastraße 25
40227 Düsseldorf
Großhandelsanfragen an:
office@brauart-duesseldorf.de
 


Biereigenschaften
Alkohol 6,2% Alkohol
IBU 11 IBU
Bierstil Bruin
Herkunft Azegem, Belgien
Hersteller Brouwerij Verhaeghe
Serviertemperatur 8-12°C
Geschmack Essig, rote Beeren, Apfelmost, Holz, Vanille, Karamell
Zutaten Wasser, GERSTENMALZ, Hopfen, Hefe.
Malz / Getreide
Gerstenmalz
Allergene

Glutenhaltiges Getreide

Keine Spezifikationen verfügbar.

Biere aus Südwestflandern


Die Brauerei wurde von Adolphe und Paul Verhaeghe als Brauerei-Mälzerei gegründet. In der Vorkriegszeit erlebte die Brauerei eine rege Tätigkeit. Die Verkaufsaktivitäten der damals üblichen Brauereien beschränkten sich meist auf die umliegende Region oder in einigen Fällen sogar nur auf die Dorfebene. So gesehen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die „Verhaeghe Vichte Brewery“ damals exportierte, wenn auch nur regional. Das Polkes tonnenbier“, wie die Biere des Brauereigründers Paul Verhaeghe im Volksmund genannt wurden, wurde nämlich für seine große Klarheit auch nach dem Transport gelobt: eine Qualität, die die Brüsseler Kunden zu schätzen wussten. Aufgrund der damals unzureichenden Straßeninfrastruktur und der begrenzten Transportmöglichkeiten, die in vielen Fällen nur mit Pferd und Wagen bewältigt werden konnten, war Brüssel weit von Vichte entfernt.

Durch die Lage der Brauerei in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnlinie nach Brüssel war Brüssel für Vichte erreichbar und die Brauerei konnte sich dort einen nicht unbedeutenden Kundenstamm aufbauen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Brauereiindustrie in Schwung. Der Biertyp Pilsener, ein untergäriges Bier, schaffte den endgültigen Durchbruch auf dem belgischen Markt. Dieser Durchbruch läutete das Ende für viele Brauereien ein, die bis dahin nur obergärige Biere gebraut hatten. Die Kombination aus technologischem Fortschritt in der Branche, Geschmacksveränderung, höherem Lebensstandard, Verbesserung der Straßeninfrastruktur und immer größerer Mobilität brachte die Brauindustrie in die Phase des Massenkonsums. Einige Brauereien mit nationaler Markenbekanntheit erlebten in dieser Zeit ihren größten Aufstieg. Die „Brouwerij Verhaeghe-Vichte“ passte sich der neuen Situation an, blieb aber regional gebunden. 

Die „Brouwerij Verhaeghe-Vichte“, die bereits seit einiger Zeit Lagerbier braut, achtete besonders darauf, die Qualität ihrer bestehenden Biere zu verbessern und höherwertige Biere zu kreieren. An Nominierungen bei internationalen Wettbewerben mangelte es nicht: Die Brauerei Verhaeghe-Vichte erhielt für ihre Biere „Vichtenaar“ und „Echt Kriekenbier“ die ersten Preise. Auch heute noch wird die Brauerei von den Verbrauchern in ihrer damaligen Entscheidung für etwas weniger, aber besseres Bier bestätigt. Nicht nur in Belgien, sondern auch im Ausland schätzen die Verbraucher zunehmend Qualitätsbiere mit einem persönlichen und klar erkennbaren Geschmack. Der Aufstieg des gemischt vergorenen Biers „Duchesse de Bourgogne“, eines rubinroten flämischen Red Brown Ale, das in Eichenfässern gereift ist und nach einer traditionellen, für Südwestflandern typischen Brauart gebraut wird, ist der lebende Beweis dafür.