Quartiermeister
Berliner Bier mit sozialer Verantwortung
Die Berliner Biermarke Quartiermeister steht für ein außergewöhnliches Zusammenspiel aus Genuss, Gemeinschaft und sozialer Verantwortung. Entstanden ist das Projekt 2010 in Berlin-Kreuzberg, initiiert von einer Gruppe engagierter Studierender, die eine einfache, aber wirkungsvolle Idee verfolgten: Bier trinken soll nicht nur schmecken, sondern auch einen positiven Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander leisten.
Aus diesem Gedanken entwickelte sich Quartiermeister zu einem der bekanntesten sozialen Bierprojekte Deutschlands. Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Förderung lokaler sozialer, kultureller und nachbarschaftlicher Initiativen. Ein fester Teil des Erlöses aus dem Bierverkauf fließt direkt in Projekte aus der Region, etwa in Nachbarschaftszentren, Kulturveranstaltungen, Jugendinitiativen oder ökologische Vorhaben. Besonders bemerkenswert ist dabei der demokratische Ansatz: Die Community selbst entscheidet mit, welche Projekte unterstützt werden. So wird Quartiermeister nicht nur konsumiert, sondern aktiv mitgestaltet.
Obwohl Quartiermeister oft als Brauerei bezeichnet wird, handelt es sich streng genommen um ein soziales Unternehmen. Die Biere werden nach eigenen Rezepturen bei unabhängigen, regionalen Partnerbrauereien gebraut. Dieses Modell ermöglicht es, traditionelle Braukunst zu nutzen und gleichzeitig kleine und mittelständische Brauereien zu stärken. Zudem legt Quartiermeister großen Wert auf Nachhaltigkeit – von biologisch zertifizierten Zutaten bis hin zu Mehrwegflaschen.
Das Sortiment umfasst klassische Bierstile wie Helles, Pils und Weizen sowie alkoholfreie Varianten. Geschmacklich sind die Biere bewusst bodenständig gehalten: zugänglich, ehrlich und ohne modische Extreme. Sie sollen Menschen zusammenbringen – im Kiez, im Park oder in der Kneipe um die Ecke. Genau dort ist Quartiermeister auch besonders präsent: in unabhängigen Bars, auf Festivals und bei Veranstaltungen, die das soziale Leben Berlins widerspiegeln. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Sicherung des sozialen Gedankens auf lange Sicht.
Die Marke Quartiermeister befindet sich heute in Stiftungshand, sodass Gewinne dauerhaft dem Gemeinwohl dienen und nicht privatem Profit. Damit positioniert sich das Projekt klar gegen rein profitorientierte Strukturen der Getränkeindustrie und zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung kein Widerspruch sein müssen.
Quartiermeister ist damit weit mehr als ein Bier aus Berlin. Es ist ein Symbol für bewussten Konsum, solidarisches Handeln und die Kraft lokaler Gemeinschaften. Wer eine Flasche Quartiermeister öffnet, genießt nicht nur ein handwerklich gebrautes Bier, sondern unterstützt gleichzeitig Ideen, die das Zusammenleben im urbanen Raum lebenswerter machen – Schluck für Schluck, Quartier für Quartier.